Was kostet ein TYPO3-Update? Wovon der Aufwand abhängt

Fünf Faktoren bestimmen, wie viel Arbeit in einem Update steckt – und wie Sie ihn planbar halten.

Erschienen am · von Mathias Wortmann

Kurz gesagt

Einen Festpreis für „das TYPO3-Update“ gibt es nicht, aber der Aufwand lässt sich gut eingrenzen. Er hängt vor allem von fünf Dingen ab: wie viele Hauptversionen zwischen Ihrer und der Zielversion liegen, ob der Server mitziehen muss, welche Extensions installiert sind, wie viel eigens programmiert wurde und wie gründlich danach getestet wird. Mit unserem Update-Rechner sehen Sie in einer Minute, womit Sie ungefähr rechnen können.

1. Der Abstand zwischen den Versionen

Jede Hauptversion von TYPO3 bringt Änderungen mit, an die Vorlagen und Erweiterungen angepasst werden. TYPO3 kündigt solche Änderungen laut Dokumentation in der Regel eine Hauptversion vorher an – wer von einer Langzeitversion (LTS) zur nächsten geht, hat also Zeit, sich darauf einzustellen.

Liegen mehrere Versionen dazwischen, summiert sich das. Dazu kommt: Die mitgelieferten Upgrade-Wizards, die Daten beim Update automatisch umstellen, decken laut Dokumentation zwei aufeinanderfolgende Hauptversionen ab. Für größere Sprünge gibt es eine zusätzliche Extension, die bei der Datenmigration hilft. Welche Version Ihre Website hat, zeigt unser Artikel „Welche TYPO3-Version hat meine Website?“.

2. Der Server: PHP und Datenbank

TYPO3 läuft auf PHP, und jede Version verlangt bestimmte PHP-Versionen:

TYPO3PHP vonPHP bis
14.3 LTS8.28.5
13.4 LTS8.28.5
12.4 LTS8.18.4
11.5 LTS7.48.3
10.4 LTS7.27.4

Stand: 14. September 2026, Quelle: get.typo3.org.

Die offizielle Dokumentation empfiehlt eine feste Reihenfolge: zuerst PHP auf die höchste Version bringen, die Ihre aktuelle TYPO3-Version unterstützt, dann TYPO3 aktualisieren – bei unveränderter PHP-Version. Ein Beispiel: Eine Website mit TYPO3 10 läuft höchstens mit PHP 7.4. Das PHP-Projekt versorgt PHP 7.4 seit November 2022 nicht mehr mit Sicherheitsupdates. Der Weg nach vorn führt hier über mehrere Zwischenschritte, bei denen Server und TYPO3 abwechselnd angehoben werden.

Auch die Datenbank zählt: TYPO3 13 und 14 setzen mindestens MySQL 8.0.17 oder MariaDB 10.4.3 voraus. Ein älterer Server braucht dann zusätzlich ein Datenbank-Update – meist eine Einstellung beim Hoster, manchmal ein Umzug.

3. Die Extensions

Extensions erweitern TYPO3 um Funktionen wie News, Formulare oder Suche. Vor jedem Update ist zu prüfen, ob es sie für die Zielversion gibt – das nennt die TYPO3-Dokumentation ausdrücklich als Vorbereitungsschritt. Das Extension Repository (TER) zeigt dafür bei jeder Extension, welche TYPO3-Versionen sie unterstützt.

Für viele verbreitete Extensions liegt eine passende Version schnell vor. Ein Beispiel vom 14. September 2026: Die Extension news unterstützt TYPO3 13 und 14, powermail, mask und gridelements hatten im TER noch keine Version für TYPO3 14 hochgeladen. Wo eine Extension nicht mitzieht, wird eine Alternative gesucht und der Inhalt übernommen – das ist oft der größte Einzelposten eines Updates. Unser Rechner fragt die Extensions deshalb einzeln ab.

4. Eigene Anpassungen

Fast jede TYPO3-Website hat ein eigenes Sitepackage mit Layout, Vorlagen und Einstellungen, oft auch selbst programmierte Extensions. Die Dokumentation ist hier deutlich: Alle eigenen Extensions, einschließlich des Sitepackages, müssen selbst aktualisiert werden. Je sauberer und aktueller dieser Code ist, desto schneller geht das.

Bei sehr alten Websites (TYPO3 8 und älter) kommt ein Sonderfall hinzu: Die sprechenden Adressen liefen damals meist über die Extension RealURL. Seit TYPO3 9 bringt TYPO3 das selbst mit. Der Upgrade-Wizard übernimmt die alten Adressen, laut Dokumentation aber nicht jede RealURL-Konfiguration vollständig. Damit Links und Google-Einträge weiter funktionieren, gehören die Adressen dann auf die Prüfliste.

5. Test und Abnahme

Nach dem eigentlichen Update sieht die Dokumentation feste Schritte vor: Caches leeren, die Datenbank abgleichen, alle Upgrade-Wizards ausführen, die Sprachpakete aktualisieren. Danach folgt der wichtigste Teil für Sie: Funktionieren Formulare, Suche und Anmeldung? Stimmen die Seiten? Diese Abnahme gehört in jede ehrliche Kalkulation.

So bleibt ein Update planbar

  • Kleine Updates regelmäßig einspielen: Innerhalb einer Hauptversion erscheinen laufend Wartungsupdates mit Fehlerbehebungen und Sicherheitskorrekturen.
  • Jede Langzeitversion mitnehmen: Laut Dokumentation reicht die Vorlaufzeit für Änderungen dann aus – der Sprung bleibt überschaubar.
  • Extensions sparsam wählen: Jede Extension ist beim nächsten Update ein Prüfpunkt mehr.
  • Den Server im Blick behalten: PHP-Versionen haben feste Supportzeiträume, die sich gut vorausplanen lassen.

Häufige Fragen

Der Aufwand steigt mit jedem übersprungenen Schritt. Die im Core mitgelieferten Upgrade-Wizards decken laut Dokumentation zwei aufeinanderfolgende Hauptversionen ab; für größere Sprünge hilft eine zusätzliche Extension bei der Datenmigration. Welcher Weg bei Ihrer Website sinnvoll ist, zeigt eine Prüfung.

Oft ja. Jede TYPO3-Version setzt bestimmte PHP- und Datenbankversionen voraus – TYPO3 13 und 14 zum Beispiel mindestens PHP 8.2. Bei vielen Hostern lässt sich die PHP-Version selbst umstellen.

Jede Extension wird darauf geprüft, ob es sie für die Zielversion gibt. Viele verbreitete Extensions sind schnell aktualisiert; wo eine nicht mitzieht, wird eine Alternative eingesetzt und der Inhalt übernommen.

Wartungsupdates innerhalb Ihrer Hauptversion am besten laufend, denn sie enthalten Sicherheitskorrekturen. Den Wechsel auf die nächste Langzeitversion planen Sie am besten, bevor der kostenlose Support Ihrer Version endet – die Termine stehen auf get.typo3.org.

Der Update-Rechner nennt Ihnen nach Angabe von Version und Extensions eine erste Spanne. Die genaue Zahl folgt nach einem Blick auf Ihre Website. Wenn Sie Version oder Extensions nicht kennen, setzen Sie im Rechner das Häkchen „bitte prüfen“ – wir sehen für Sie nach.

Quellen

Stand der Angaben: 14. September 2026.

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